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BuyAware

The unrestricted mass consumption of consumer goods is one of the biggest problems of our time. It could have a massive, long-term impact on our planet. Our aim is to help consumers make more reflected and sustainable buying decisions by providing a public online database containing information about the ecological and ethical background of electronic products, primarily smartphones. The data we’ve gathered is presented with the help of a spiderweb diagram, this makes it easy for the consumer to get a swift overview of the information presented, as well as opening the possibility to compare different products.

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Home : forums : BuyAware : Kaufentscheide im Elekroniksektor

  • Kaufentscheide im Elekroniksektor
    Members 7 Mitglieder
    Replies 30 Antworten

    Wie kann BuyAware zu reflektierten Kaufentscheiden von elektronischen Geräten beitragen?

  • Kaufentscheide sind ohnehin schon komplex. Bei Handys spielt zum Beispiel der Preis eine Rolle, aber auch verschiedene Leistungsmerkmale und wie „cool“ ein bestimmtes Modell ist. Im Idealfall werden Käufer Nachhaltigkeitskriterien als einen Aspekt neben Preis und Leistung berücksichtigen – sagen wir mal mit einem Gewicht von etwa einem Drittel. Für mich ist die Frage daher: wie detaillierte Informationen sollte man ihnen da noch „zumuten“? Ist es besser, wenn es einen Nachhaltigkeitsscore gibt (z.B. 74%), oder sollte das noch detaillierter aufgegliedert werden (Umwelt, Arbeitsbedingungen, graue Energie) ? Eine andere Frage: sollten Leistung und Preis in eurem Rating schon einfliessen, oder lässt man das besser separat? Ich glaube diese Fragen könnt ihr nur im Gespräch mit eurer Zielgruppe beantworten.

    • Hallo Holger, danke für deinen Input
      Ob ein Produkt „cool“ ist, ist natürlich sehr schwer Objektiv zu bewerten, trotzdem versuchen wir aber unter dem Kriterium Leistung/Performance auch Personen anzusprechen, denen ein schnelles Smartphone mit Leistungsstarken Prozessoren oder eine gute Kamera wichtig ist. Wenn man Leistung mit einbezieht besteht zusätzlich auch die Möglichkeit ein breiteres Publikum von Interessenten anzusprechen, die vielleicht nicht viel mit einem vollumfänglichen Nachhaltigkeitslabel anfangen können. Preis als Kriterium einzubeziehen haben wir uns auch schon überlegt, jedoch ist dies auch wiederum relativ subjektiv, es beeinflusst zwar den Kaufentscheid ist aber schwierig als eigenständiges Kriterium gegenüber den anderen Kriterien zu wägen. Was wir uns überlegt haben ist eine Funktion, mit der man die verschiedenen Smartphones nach dem Preis auflisten kann und somit diesen Aspekt so miteinbeziehen kann.
      Denkst du, das Tool wäre für User hilfreich?

  • Hallo zusammen, freut mich von euch zu hören

    Ich persönlich erachte es für den Erfolg von BuyAware als ausserordentlich wichtig, dass die Dienstleistung die gesammelten Daten in personalisierter Form aufbereitet und dem Konsumenten zur Verfügung stellt. Nur so wird es gelingen einen persönlichen Bezug zwischen Konsument und Mobiltelefon herzustellen, was letztlich für eine Verhaltensänderung in meinen Augen absolut unerlässlich ist.

    Wie kann BuyAware dies erreichen? – Wie Holger zu Beginn bereits treffend festgestellt hat, spielen beim Kauf von Elektronikprodukten neben den Nachhaltigkeitsaspekten auch finanzielle und insbesondere auch subjektive/emotionale Argumente eine wesentliche Rolle. Daher war es uns von Beginn weg ein Anliegen, wie Jonas zuvor beschrieben hat, dem Konsumenten allumfassende Produktbewertungen zu bieten, die sämtliche Komponenten einer Kaufentscheidung analysieren. Um nun auf den Personalisierungsaspekt zurück zu kommen: Wir haben vorgesehen, längerfristig eine Art Personalisierungsfilter in unsere Suchfunktion einzugliedern. In anderen Worten soll es dem Konsumenten ermöglicht werden, seine persönlichen Präferenzen anonym anzugeben, woraufhin ihm die Geräte in unserer Datenbank in einer anderen/personalisierten Reihenfolge angezeigt werden. Über dieses Tool erhoffen wir uns den Impact unserer Dienstleistung weiter zu steigern und über den Status einer reinen, kalten Informationsplattform hinaus zu kommen.

    Wie sieht ihr das? Erachtet ihr dies als gutes Mittel, um die Effektivität der Dienstleistung zu erhöhen?

    Zudem: Gibt es neben der Personalisierungsschiene vielleicht noch weitere Möglichkeiten, wie eine Bindung zum Konsumenten geknüpft werden kann?

  • Ich finde das mit der Personalisierung eine spannende Idee, das hatte ich mich auch schon gefragt. Vor allem aber frage ich mich: warum bieten das andere Seiten mit Produkte-Tests nicht an? Ich vermute dass das den meisten Usern zu kompliziert ist. Mein Vorschlag wäre, dass ihr die Gewichte der Kriterien vordefiniert (ev. mit mehreren verschiedenen Standardgewichtungen, im Sinne von „Leistung“ oder „Ökologie“), den Usern aber irgendwo bei „Advanced Settings“ die Möglichkeit gebt, das selbst einzustellen. Die Frage ist: wieviele User würden das nutzen? Da hilft wohl nur Ausprobieren, und wenn ihr Studis als Zielgruppe habt, dann ist das wohl die Zielgruppe, in der am meisten Leute sowas ausprobieren würden…

  • Das Ziel ist es ein All-In-One Label zu entwickeln wo wir alle Aspekte (Klima/Energie, Ökologie, Arbeitnehmerrechte, Unternehmenstransparenz, Konfliktmineralien und Leistung) behandeln. Aus den Ratings der einzelnen Kategorien ergibt sich letzten Endes für jedes Gerät ein Gesamtscore, der wiederum auf dem von uns entwickelten Kriterienraster basiert. Die detaillierten Informationen sind also erhältlich, man kann aber selbst entscheiden wie viel Information man braucht. Uns ist es aber wichtig transparent aufzuzeigen worauf unser Gesamtscore basiert.

    Wie transparent sollen wir sein, wie viele Informationen soll man auf der Seite direkt zur Verfügung stellen, wie viel soll auf nur auf Abruf erhältlich sein? Viele Ratings in diesem Bereich präsentieren ihre Kriterienraster ja nicht komplett der Öffentlichkeit und wenn dann nur auf Anfrage.

    • Ich finde es unbedingt nötig, dass sämtliche Hintergrundinformationen zu unseren Ratings öffentlich zugänglich sind. Insbesondere auch deshalb, weil wir die Unternehmen in unseren Bewertung auch selber hinsichtlich ihrer Transparenz bewerten. Würden wir gewissen Informationen weglassen, führte dies insofern zu einem Glaubwürdigkeitsproblem…

      Trotzdem würde es mich interessieren, weshalb dies auf ähnlichen Plattformen meistens nicht gemacht wird. Wäre es sonst zu unübersichtlich? Sind die Quellen nicht fundiert genug? Gibt es gar keine Hintergrundinformationen bei diesen Ratings? Oder haben die Organisationen einfach festgestellt, dass die Nutzer solches Detailwissen gar nicht haben wollen?

      • Gute Frage. Ich vermute dass viele User sich gar nicht für die Details interessieren…

      • Ich stimme dir zu, dass Hintergrundinformationen zugänglich sein sollen, die Frage ist wie gestaltet man das aus. Schmeisst man einfach alles direkt auf die Webseite, gibt man die „Rohdaten“ nur auf Anfrage, macht man Layer im Rating?

        Ich denke auch, dass der durchschnittliche User nicht tief graben wird, sondern sich hauptsächlich für die Hauptinformationen, also die Ratings der Kategorien und die Kriterien interessiert.

  • Zur personalisierten Einstellung der Kriteriengewichtung: Eine gute Idee wäre es die eingestellten Gewichte der Nutzer in die Voreinstellung, die man im default case bekommt, miteinzubeziehen. Es ist vermutlich schwierig eine rational erklärbare Kriteriengewichtung zu finden. Damit hätte man dann eine, die zumindest demokratisch bestimmt wurde.

     

    Dieses Konzept kenne ich vom Projekt http://moralmachine.mit.edu wo es angewandt wird um das subjektive Moralgefühl der Menschen aufzuschreiben.

    • Meinst du das so, dass jeder User sein Gewicht einstellt, dann aus den Gewichten aller user ein Mittelwert berechnet wird und dieser zur Standardeinstellung wird? Das fände ich eine sehr gute Lösung. Man müsste dann nur aufpassen, dass nicht immer wieder der Standardwert in den Mittelwert einfliesst, in dem Sinne, dass die meisten Leute den Standardwert nutzen werden. Man müsste also das gewichtete Mittel für alle User nehmen, die manuell angepasst haben, aber das sollte ja kein Problem sein.

      • Es ist sicher sehr sinnvoll die Kriterien von aussen zu Gewichten zu lassen, sei dies durch User oder durch externe Experten oder beides. Die Frage stellt sich auf welcher Ebene diese Gewichtung stattfindet, findet das auf der Ebene der einzelnen Kriterien innerhalb einer Kategorie statt oder zwischen den einzelnen Kriterien? Wo lässt man den User Gewichten? Wo tun wir es?

        • Ich weiss nicht, wieviele Gewichtungs-Ebenen ihr braucht, aber ich denke: wenn man den Ansatz nutzen will, dann sollte man das konsequent über alle Hierarchie-Ebenen durch tun. Es ist dann einfach zu vermuten, dass viele Leute nur die übergeordneten Parameter verändern wollen anstatt Fine-Tuning bis ins letzte Detail zu betreiben. Solange ihr nur wenige Datenpunkte habt, müsstet ihr dann wohl auf der untergeordneten Ebene mit Standardwerten arbeiten.

          • Was hier je nach dem eine Lösung sein könnte, ist die Gewichtung der untergeordneten Ebenen aus dem Mittelwert von Experten festzulegen und danach dem User die Möglichkeit zu geben die Kategorien zu Gewichten. Sollten die einzelnen Kategorien jedoch von Anfang an nicht alle gleich schwer gewichtet werden, wie das jetzt der Fall ist?

          • Ich würde mir da jetzt erstmal nicht zuviele Sorgen machen. Ich denke aber: gleiche Gewichtung macht nicht für jeden Sinn. Für manche Leute ist z.B. die Leistung wichtiger als die Mineralien… Und wenn sie das nicht so einstellen können, wie es ihren Wünschen entspricht, dann werden sie eure Rangliste ignorieren.

          • Ich finde das gefährlich, wenn man standardmässig gewisse Kategorien stärker gewichtet als andere. Klar, für die meisten User ist höchstwahrscheinlich die Leistung die mit Abstand wichtigste Kategorie. Allerdings würde ein solches Vorgehen dann diejenigen vor den Kopf stossen, die unsere Dienstleistung hauptsächlich wegen den Nachhaltigkeitsaspekten nutzen wollen und davon wird es (hoffentlich) auch einige geben. Aus diesem Grund würde ich alle Kategorien von Beginn weg gleich stark gewichten.

            Sowieso: Wenn jemand die Gewichtung seinen persönlichen Vorlieben anpassen will, so wird dies ja trotzdem noch über die Personalisierungsfunktion möglich sein. Dazu stellt sich jedoch eine weitere Frage: Macht es Sinn dies über persönliche Profileinstellungen zu regeln (dafür wäre dann jedoch das Erstellen eines Accounts nötig, was für viele vielleicht eine gewisse Hürde darstellen würde) oder sollte man vielleicht besser über eine „advanced“ Suchfunktion machen? Für letztere Option wären keine persönlichen Accounts nötig, allerdings müssten die Präferenzen dann bei jedem neuen Besuch auf unserer Seite noch einmal neu eingegeben werden.

  • Die Diskussion bis jetzt ist schon sehr detailliert und spannend geworden. Was mich aber noch interessieren würde ist folgendes:
    Nach welchen Kriterien fällt Ihr normalerweise Kaufentscheide? Welche Unterschiede gibt es da zwischen Elektronik und beispielsweise Lebensmitteln?

    • Dummerweise glaube ich, dass ein Label immer nur einen begrenzten Beitrag zum Kaufentscheid leisten kann. Selbst bei perfekten Informationen werden Leute nicht unbedingt das nachhaltigste Gerät kaufen. Daher wäre es spannend zu überlegen, ob ihr mit Partnern zusammen arbeiten könnte, die auf Verhaltensänderungen abzielen, z.B. WeAct. Ich kann euch gern mal mit denen vernetzen.

      • Stephanie Hess

        Hallo zusammen!

        Ich bin ein grosser Fan des Projektes Buyaware und freue mich, dass ihr euch so rege um neue Inputs bemüht 🙂

        Bezüglich der Kriterien Kaufentscheids: Als StudentIn hat man häufig noch nicht den Luxus, seine Kaufentscheide ausschliesslich nach „ethischen“ Kriterien auszurichten, da es schlussendlich auch auf den Preis ankommt. Dies gilt sowohl für Lebensmittel, wie auch für die Elektronik. Handelt es sich jedoch um ein wirklich interessantes Angebot, das man als unterstützenswert erachtet, dann kann man beim Preis ein Auge zudrücken. Man investiert dadurch ja nicht nur in irgendein Gerät, sondern auch in einen innovativen Produktionsansatz oder in besonders gute Arbeitsbedingungen. Hier denke ich leistet Buyaware einen wichtigen Beitrag: Erst indem die nötige Transparenz geschaffen wird, kann man wissen, welche Produzenten unterstützenswert sind.

        Meine Frage ist: Werden die Geräteproduzenten mit den Ergebnissen der Analysen von Buyaware konfrontiert? Ein längerfristiges (Traum-)Ziel könnte ja z.B. eine Art Gütesiegel sein, mit dem die Produzenten ihr Produkt bewerben könnten…

        • Hallo Stephanie

          Danke für deinen Beitrag und toll, dass du BuyAware unterstützt! Unser Ziel ist es natürlich hauptsächlich die Produkte objektiv bewerten zu können und die Bewertung selbst sprechen zu lassen. Denkst du es könnte Hilfreich sein, dass BuyAware vielleicht auch Gewicht auf einen längeren Produktlebenszyklus setzt und sich so nicht nur an Neukäufer richtet, sondern sich auch als generelle Informationsplattform zum Thema Nachhaltigkeit im Elektroniksektor ausrichtet?

          Wir haben uns durchaus schon überlegt Fragebögen direkt an die Unternehmen zu schicken, nur haben wir da schon gehört, dass schon grössere Organisationen Mühe haben Antworten zu bekommen, wir sind uns deshalb nicht ganz sicher ob wir noch ein wenig zu klein sind für eine solche Aktion. Sobald wir aber unsere Kriterienliste überarbeitet haben werden wir sicher einen solchen Versuch starten.
          Ja, ein (Traum-)Ziel könnte durchaus ein Gütesiegel sein, oder ein Rating für Telekommunikationsanbieter.

    • Ein Kriterium, das ich beachte, ist natürlich der Preis. Was aber dem übergeordnet steht, ist die Qualität und die Ethik in der Herstellung und im Gebrauch des Produktes. Kann ein Produkt meinen ethischen Anforderungen nicht entsprechen, versuche darauf zu verzichten oder Alternativen zu finden.
      Bei elektronischen Geräten ist das faire Einkaufen schwierig. Deshalb halte ich meinen Konsum diesbezüglich und auch allgemein tief. Bei Kleidung und Lebensmitteln auf nachhaltige Exemplare zurückzugreifen scheint mir viel einfacher.
      Während man auf Elektronik und Kleidung verzichten kann, sind Lebensmittel zwingend notwendig. Bei dem täglichen Konsum halte ich mich auch nicht immer resolut an meine Ideale. Aber ich versuche es.

      • Vielen Dank für deinen Input Kathrin!

        Du schreibst, dass es dir viel einfacher scheint bei Lebensmitteln und Kleidung auf nachhaltige Exemplare zurückzugreifen als bei elektronischen Geräten. Ich nehme an, diese Aussage beruht darauf, dass im Bereich der Elektronik bis anhin noch praktisch keine Labels oder generell Informationen dazu vorhanden sind? – Dann bist du bei uns genau richtig, da wir versuchen eben diese Lücke zu schliessen!

        Meinst du, BuyAware könnte dir bei der Kaufentscheidung helfen? Welche Quellen benutzt du heute normalerweise, um dich über die ethischen Hintergründe von Lebensmitteln und Kleidung zu informieren?

  • Toni Bucher

    Wie erreicht «BuyAware» Kaufinteressierte ausserhalb der FB-Community?
    Als Anregung z.B.
    1. Beiträge in Zeitungen: COOP, MIGROS, PCtipp, Swisscom-Beilagen bei Sonntagszeitungen.
    2. Flyer bei MobilZone-Filialen, weil breite Angebotspalette http://www.mobilezone.ch ?
    3. Platzierung auf http://www.topten.ch/de- weil Rubrik Smartphone z.Z. fehlt!

    • Hallo Toni, danke für deinen Beitrag! Wir werden uns sicher vornehmen in der nächsten Zeit auch mehr auf Öffentlichkeitsarbeit und Promotion zu setzen Danke für den Hinweis bei Topten das werden wir näher anschauen. Der Dialog mit Telekommunikationsanbietern hat sich bisher als relativ schwierig erwiesen, aber wir werden da sicher nicht aufgeben.

  • Eine spannende Frage finde ich auch: wie kann BuyAware die grösste Wirkung erreichen? Muss es wirklich so gehen, dass der Hauptfokus darauf liegt Kaufentscheide von Konsumenten zu beeinflussen? Oder könntet ihr auch Druck auf die Branche ausüben? Ein denkbarer Ansatz wäre, dass ihr Ratings macht und die dann in die Medien bringt, um Druck auf die Hersteller auszuüben. Das bewirkt ev. mehr als wenn 100 Leute im Jahr wegen eurer Beurteilung ein anderes Handy kaufen…

    • Ich denke, als Basisdienstleistung sollte BuyAware sicher nicht von der Kernidee der Konsumenteninformation abweichen. Ich bin aber sicher, dass der grösste Impact durchaus in Verbindung mit den Unternehmen selbst erzielt werden kann, wie @steph-hesshotmail-com ebenfalls vorgeschlagen hat. Die Frage ist aber, ob wir dafür nicht noch ein wenig wachsen müssen, um auch wirklich ernst genommen zu werden?

  • David Wettstein

    Ich denke der Auftritt von BuyAware an der Nachhaltigkeitswoche der Universität Zürich war sehr erfolgreich. Genau solche Aktionen hinterlassen „nachhaltigen ;)“ Eindruck, wenn man es schafft, sich an einem zentralen Standort in Szene zu setzen. Die „Mission“ hinter BuyAware habe ich einigen Freunden an der Uni erläutert und alle regierten ähnlich darauf: „Hey, es gibt irgendwie zu fast allem ein verlässliches Label… Aber zu etwas so alltäglich gewordenem wie dem Smartphone… Fehlanzeige!“. Will also heissen: Der hinterste und letzte merkt, dass ihr euch auf einem ganz spannenden und unbeschrittenen Pfad befindet! Vor einer Woche war ich an einer Podiumsdiskussion, an der der CEO von WWF Schweiz zu gegen war. Und eine seiner Botschaften war  so einleuchtend und fast banal, jedoch genau für junge, ambitionierte Start Up’s wie euch, von grösster Wichtigkeit, nämlich, dass anfangs schlicht und einfach mit „Pauken und Trumpeten“ auf einem aufmerksam gemacht werden muss, bis man sich vermehrt auf die starke Kernmessage,welche bei euch selbstverständlich vorhanden ist, verlassen kann. Mich würde es also wundernehmen, wie eure Strategien sind, um eine noch breitere Masse zu erreichen, online, wie auch offline.

    • Vielen Dank für deinen Input David!

      Ja, unser Auftritt an der Nachhaltigkeitswoche der Universität Zürich war definitiv ein Erfolg! Es freut uns sehr zu hören, dass unser Projekt in deinem Freundeskreis auf Anklang gestossen ist. Allerdings bin ich mir persönlich nicht ganz so sicher, wie nachhaltig der dort vermittelte Eindruck wirklich war. In meiner Erfahrung sind Eindrücke jeweils sehr kurzlebig, sofern man die Leute nicht gleich für seine Sache „rekrutieren“ kann (beispielsweise über Liken der Facebookseite oder dem Deponieren der eigenen Emailadresse). Eine andere Möglichkeit, um den Impact zu erhöhen, wäre eine grössere Nachfolgeveranstaltung für dasselbe Publikum. So hätte man mit der Nachhaltigkeitswoche quasi das Interesse geweckt und könnte dann bei der Nachfolgeveranstaltung zur „Rekrutierung“ übergehen. Momentan sind wir jedoch hauptsächlich auf die Weiterentwicklung unserer Bewertungsmethoden fokussiert, weshalb es wohl leider keinen solchen Event geben wird, doch für die Zukunft wäre das bestimmt eine erfolgsversprechende Strategie. Was meinst du dazu? Gäbe es noch andere Möglichkeiten, wie wir den Impact von solchen Ausstellungen erhöhen könnten? So werden wir in eineinhalb Monaten beispielsweise wieder an der LUGA ausstellen…

      Zu deiner Frage bezüglich unserer Strategie, um breitere Massen zu erreichen: Wie gesagt, momentan sind wir noch daran unser Bewertungssystem zu verbessern. Sobald dann jedoch in einigen Monaten der zweite Prototyp online geht, planen wir auch publicitymässig eine etwas grössere Kelle zu schwingen. So werden wir sicherlich versuchen auf Journalisten zuzugehen, um auch Leute zu erreichen, die in den sozialen Medien nicht so präsent sind. Was unseren Onlineauftritt angeht, werden wir versuchen vermehrt mit grösseren Organisationen zusammenzuspannen (Fairphone, Greenpeace, Brot für Alle etc.), um so einen höheren Impact zu erzielen. Hast du hierzu noch Ergänzungen/Anregungen?

  • bzgl. Kaufentschiede: Auch für mich ein wichtiges Kriterium. Ich denke aber, je mehr man über ein Produkt weiss, desto bewusster kauft man ein. Beim Lebensmittel-Einkauf ist es für mich einfacher „moralisch“ einzukaufen. Man zahlt nur wenig mehr und muss bei der Qualität nichts einsparen. Im Gegenteil! In der Schweiz gibt es gute Labels wie das BIO Label, die dem Konsumenten helfen schnelle und nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Ich denke, dass BuyAware definitiv eine „Marktlücke“ schliessen würde, wenn sie ein vergleichbares Label für Smart Phones oder andere Elektronik entwickeln.

    Das ethisch vertretbare Angebot im Elektroniksektor lässt in meinen Augen noch sehr zu wünschen übrig. Angebote wie das Fairphone sind zwar gute Alternativen zu herkömmlichen Smartphones, jedoch sind sie im Bereich der Leistung nicht ideal. Ich kann mir vorstellen, dass die fehlende Leistung für viele zum Kauf anderer Geräte beiträgt (so auch bei mir). Umso wichtiger finde ich es „awareness“ zu zeigen und was ihr mit BuyAware aufbaut scheint mir der richtige Weg zu sein.

    • Vielen Dank Lena, es freut uns, dass dir unser Projekt gefällt!

      Genau, die Leistung ist bei den jetzigen Öko-Smartphones noch nicht ganz optimal. Allerdings kann ich persönlich als Fairphone-User sagen, dass es für meine Bedürfnisse trotzdem noch problemlos ausreicht. Klar, es ist bestimmt nicht ganz so schnell wie das neuste iPhone, doch ob ich jetzt eine halbe Sekunde länger warten muss bis eine bestimmte App geladen ist, ist mir persönlich als Durchschnitts-User eigentlich relativ egal. Und ich denke das wäre auch für die meisten anderen Leute kaum ein Problem.

      Ich persönlich bin mir daher nicht sicher, ob es wirklich an der mangelnden Leistungsfähigkeit liegt, dass das Fairphone noch immer relativ bescheidene Verkaufszahlen aufweist. Könnte der Grund nicht auch einfach darin liegen, dass viele Leute gar nicht wissen, dass das Fairphone überhaupt existiert? Unter anderem wohl auch deshalb, weil sich die meisten Personen gar nicht bewusst sind, dass es auch im Bereich der Elektronik durchaus Unterschiede gibt bezüglich ökologischem und ethischem Hintergrund. Genau dies versuchen wir mit BuyAware zu ändern!

  • zeile 1: *…mich ist der Preis…

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